DIE ZEIT HAT KEINE
15. April bis 08. Mai | MAERZ
Über die Veranstaltung
Für die MAERZ Ausstellung DIE ZEIT HAT KEINE verbinden PRINZpod ältere Werke mit neuen, ortsbezogenen Arbeiten. Fotocollagen, architektonische Strukturen und Körperbilder greifen ineinander und eröffnen neue Perspektiven.
Zwischen Banalität und Raffinesse entfaltet sich ein künstlerisches System, das den Alltag durchdringt und neu ordnet.
Ergänzend zur Ausstellung zeigt das Crossing Europe Filmfestival Kurzfilme von PRINZpod und bietet Filmgespräche, in denen das Publikum direkt mit den Künstler*innen ins Gespräch kommen kann.
April bis Mai 2026
Eröffnung am Dienstag, den 14. April 2026, 19 Uhr
Begrüßung: Rainer Nöbauer-Kammerer
Grußworte: Karin Leitner (Vizebürgermeisterin der Stadt Linz)
Einführung in die Ausstellung: PRINZpod
Ausstellungsdauer: 15.04.2026 – 08.05.2026
PRINZpod bewegen seit mehr als 40 Jahren mit- und umeinander. Dabei folgen ihre Bahnen keinem linearen Narrativ, sondern entwickeln sich aus den verflochtenen Perspektiven zweier Künstler*innen im kontinuierlichen Austausch.
Ausgangspunkt des Schaffens von Brigitte Prinzgau (*1955) und Wolfgang Podgorschek (*1943) ist ihre gemeinsame Atelierwohnung – ein Ort des Dialogs, an dem in alle Richtungen gedacht und gearbeitet wird. Hier findet die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Medien und Materialien statt, wobei beide eigenständige künstlerische Positionen und Schwerpunkte entwickeln. Gleichzeitig beziehen sich ihre Arbeiten fortlaufend aufeinander: Sie werden aufgegriffen, überlagert und weitergeführt. So entsteht eine gemeinsame Linie, die sich auch in Projekten für den öffentlichen Raum, Design und installativen Arbeiten zeigt. Der Alltag dient dabei als kontinuierliches Material. In diesen dynamischen Strukturen werden Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen neu konfiguriert; scheinbar Irrelevantes wird aufgegriffen, transformiert und als architektonisches oder bildnerisches Element weiterverwendet. Die Arbeiten bewegen sich in einem offenen, sich ständig wandelnden System. So lässt sich das Werk von PRINZpod als Prozess verstehen, der neue Wahrnehmungsweisen eröffnet und bestehende Kunstbegriffe hinterfragt.
Für die Ausstellung in der MAERZ wurden ältere Werke ausgewählt und neue, auf die Räume bezogene Arbeiten entwickelt. PRINZ reagiert in Fotocollagen auf pods architektonische Strukturen und entwickelt daraus eine eigene Perspektive. Beide Körper werden spielerisch thematisiert und in Bezug zueinander gesetzt. So schleppt PRINZ die Stadt des himmlischen Wolkenbruchs PRAHAI, während sich pod auf dem Bild schwankender Atlant unter knirschendem Gebälk rollt. Der Körper als Teil des urbanen Raums verschmilzt mit dem Werk πgoden und weiteren architektonischen Elementen, die zusammen mit Objekten wie Homenuggets und einem Hocker-Ensemble präsentiert werden. Das menschliche Gesicht wird von PRINZ zeichnerisch erforscht; durch Überlagerungen treten Gemeinsamkeiten hervor, bis sich die Blicke verdichten und den/die Betrachter*in direkt adressieren.
Zwischen Banalität und Raffinesse entfaltet sich ein künstlerisches System, das den Alltag durchdringt und neu ordnet.
MAERZ und das Crossing Europe Filmfestival (28. April – 3. Mai 2026) präsentieren in Kooperation das Duo PRINZpod. Gezeigt wird Ebba Sinzingers Dokumentarfilm DIE KUNSTKOMPLIZEN (AT 2026, R/D: Ebba Sinzinger). Im Rahmen eines Local Artists Specials präsentieren PRINZpod eigene Kurzfilme und geben dem Publikum in Filmgesprächen die Möglichkeit zum unmittelbaren Austausch.
Die Spielzeiten finden sie ab 17.4. 2026 unter www.crossingeurope.at.
Text: Fabia Podgorschek
Projektbegleitung: Pia Jardí

